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Nützling gegen Maisschädling
In diesem Blog schauen wir uns den Maiszünsler an und die natürlichste Methode, ihn loszuwerden: seinen Fressfeind, die Schlupfwespe.
Der Maiszünsler zerstört die Maisernten. Wenn ihn ein ganz bestimmter Nützling nicht daran hindert.
Weltweite Maisfelder in Gefahr
Der Maiszünsler ist ein grau-brauner Kleinschmetterling. Unscheinbar, unauffällig, doch nicht zu unterschätzen. Ursprünglich kommt er aus Südeuropa und bevorzugt warme und trockene Orte, um sich auszubreiten und sein schadhaftes Unwesen zu treiben.
1910 hat er sich trotzdem bis nach Amerika ausgebreitet und nagt inzwischen weltweit an Maiskolben und -Stängeln. Die Erwärmung der Erde kommt ihm sehr gelegen. 1970 richtete er das erste Mal in Bayern Schaden an. Seit 2006 ist er auf jedem Maisfeld Deutschlands anzutreffen.
Kein schönes Treffen. Denn er ist eine furchtbare Plage für alle, die mit Mais ihren Lebensunterhalt verdienen. Ein gieriger Schädling, der hohe Ertrags- und Qualitätsverluste verursacht.
Es wird angenommen, dass die Brut des Maiszünslers weltweit 4% der Maisernte zerstört. Mais, der sonst für die Ernährung von 60 Millionen Menschen bestimmt war, erfahren wir auf lfl.bayern.de.
Die Larven überwintern in den Maispflanzen und erwachen gegen Mai mit einem schrecklichen Appetit. Die Falter kommen, sobald es wärmer wird. Im Juni, Juli und August ist die Hochzeit des Zünslers. Da ist es heiß und trocken. Ideal!
Die meisten Maiszünsler geben sich damit zufrieden, im Jahr nur eine Generation an Larven auf die Welt loszulassen. Seit 2006 schafft er in Deutschland jedoch 2 Generationen pro Jahr. Und im Süden Europas sind es sogar schon 3, erfahren wir auf ransgen.de.
Spuren der Verwüstung
Die Falter legen ihre Eier vor allem auf den Blattunterseiten der oberen Maisblätter ab. 10 bis 20 Eier werden dabei aneinander klebend dort abgesetzt.
Nach ein bis zwei Wochen brechen die gelblich gefärbten Larven aus den Eiern und fallen über die Maispflanze her. Maisfahnen, Stängel und sogar Kolben sind von mickrigen Löchern durchsiebt, aus denen Bohrmehl und Kot herausrieselt. Sie können die gesamte Pflanze bis zum Stängelgrund zerbohren.
Die durchlöcherte Pflanze verliert Stabilität. Ausgehöhlte Stängel verhindern, dass genug Nährstoffe in den Rest der Pflanze fließen. Kraftlos senken sich erst die Fahnen und später knickt die ganze Pflanze einfach ab, erfahren wir auf agrarheute.de.
Die geöffnete und schlappe Pflanze ist ein willkommener Nährboden für Pilze. Fäulnis überzieht die Pflanze und schwächt sie weiter mit Pilzgiften.
Die Schlupfwespe
So wie der Maiszünsler die Maispflanzen zur Aufzucht seiner Brut ausnutzt, nutzt die Schlupfwespe die Eier des Zünslers als Nahrungsstätte seines Nachwuchses. Die Schlupfwespe Trichogramma brassicae ist ein natürlich vorkommender Feind des Maiszünslers. Nur 0,4 mm groß, aber eine riesige Hilfe.
Die Weibchen der Schlupfwespe suchen die Eier des Maiszünslers und legen ihre Eier hinein. Bis zu 120 Eier kann ein Schlupfwespen Weibchen ablegen. Vorher messen sie die Größe des Zünsler-Eis. Wenn es größer ist, können sie sogar mehr als 1 Ei hineinlegen, erfahren wir auf landwirtschaftskammer.de.
Wenn die Eier des Zünslers mit Schlupfwespen gefüllt sind, verfärben sie sich schwarz. Dann kann man sicher sein, dass da später kein Schädling herausplatzt, sondern etwa 10 Tage später ein oder mehrere Nützlinge.
Schlupfwespen von Feld und Stall: Trichosafe – Unsere Lösung gegen den Maiszünsler.
Fazit
Der Schaden, den der Maiszünsler weltweit verursacht, ist erschreckend.
Mit dem Einsatz der Nützlinge hat man eine effektive Waffe zur Hand, die keine Umweltgefahren birgt.
Es gibt keine Auflagen zu den Nützlingen, weil sie verschwinden, sobald sie kein Futter mehr haben, sobald ihr Einsatz also erledigt ist.
Durch sie gibt es keine Resistenzbildung bei den Maiszünslern. Denn es handelt sich um natürliche Fressfeinde. Sie fressen und im besten Fall bleibt nichts übrig.