Natürlicher Fressfeind der Spinnmilbe

(Bild:Shutterstock)

Der Nützling Phytoseiulus persimilis frisst die Spinnmilbe

In diesem Blog schauen wir uns die gefräßige Zerstörungswut der Spinnmilben an: Obstbäumen, Zier- und Zimmerpflanzen saugen sie den Saft aus.

Das ist schade, denn Pflanzen haben eine besondere Wirkung auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Der natürliche Fressfeind Phytoseiulus persimilis schafft es, dieses Problem zu beseitigen.

 

Pflanzenschreck: Spinnmilbe

Spinnmilben sind winzige (0,25-0,8mm) spinnenartige Tiere. Ihren Namen tragen sie, weil sie auf den Pflanzen, die sie befallen, haarfeine Gespinste hinterlassen. Diese kann man erst erkennen, wenn man Wasser dagegen sprüht und einzelne Wassertropfen daran hängen bleiben.

Spinnmilben sind so klein, dass man eher das Ausmaß ihrer Zerstörung sehen kann, als sie selbst: Sie hinterlassen kleine weiße oder helle Flecken an den Blättern. Die entkräfteten Blätter rollen sich ein und sterben danach ab. Außerdem vergiftet der Schädling die Pflanze mit seinem Speichel und überträgt dabei gefährliche Viren.

Je nach Jahreszeit und Wirtspflanze haben Spinnmilben eine unterschiedliche Färbung: Grün, Gelbgrün, Rot oder Braun, erfahren wir auf mein-schoener-garten.de. Mit ihren acht Beinen krabbeln sie auf die Unterseite der Blätter, pieken ihre Mundwerkzeuge in die Pflanzenteile und saugen sie aus.

Genau dort platzieren auch die Weibchen nach nur wenigen Tagen ihre Brut. Eine Salve von 100 Eiern hinterlässt ein einzelnes Spinnmilben-Weibchen. Der Nachwuchs ist seinerseits bereits nach 2 Wochen bereit, sich erneut fortzupflanzen, erfahren wir auf ndr.de.

An dieser Stelle hört man besser auf, nachzurechnen, wie viele weitere Spinnmilben daraus entstehen.

Eine einzelne Spinnmilbe lebt zwar nur wenige Wochen, doch an einem ungestörten, warmen Standort kann die Kolonie das gesamte Jahr überdauern.

 

Pflanzen in Gefahr

Spinnmilben brauchen eine warme und trockene Umgebung. Im Sommer befallen sie daher Pflanzen, die außerhalb wachsen: Obstbäume, Gemüsepflanzen und harmlose Ziersträucher. Oder sie krabbeln in Gewächshäuser. Das ist schon ärgerlich.

Schlimmer wird es, wenn die einzigen Orte, die diese Voraussetzungen bieten, sich drinnen befinden. Der Winter kommt und in die gemütlichen, beheizten Häuser mit der trockenen Heizungsluft schlüpfen auch die Spinnmilben.

Jetzt visieren sie das an, was uns über die eintönigen grauen Wintertage Farbe, Natürlichkeit und Leben ins Haus holen soll: unsere umhegten Zimmerpflanzen. Hinzu kommt, dass die Zimmerpflanzen während des Winters nicht in ihrer besten Verfassung sind, weil ihnen weniger Sonnenlicht zur Verfügung steht, das ihnen sonst Energie und Kraft verleiht.

Von den Pflanzen, die uns so viel Gutes tun, bleibt dann nicht mehr viel übrig.

 

Eine Oase im Winter

Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit in der geschützten, windstillen Umgebung des Innenraumes: auf der Arbeit, zu Hause, in Restaurants, Bars oder Kinos. Das sind etwa 90% unserer Zeit, erfahren wir auf psgz.ch.

Zimmerpflanzen helfen uns dabei, diesen Orten mehr Natürlichkeit zu verleihen. Aber noch mehr: Sie geben den Räumen mehr Sauerstoff und Feuchtigkeit. Denn das Wasser, das wir über sie gießen, geben sie zu 90 % wieder an die Raumluft ab.

Und während die Zimmerpflanzen die Luft anreichern, entziehen sie ihr gleichzeitig Schadstoffe, die uns zum Husten bringen, unsere Augen röten und Schleimhäute reizen. Nachweislich machen uns Zimmerpflanzen gesünder und zufriedener.

Und manche Pflanzen (echte Aloe oder Grünlilie) schaffen es sogar, das Schädliche Gas Formaldehyd zu binden. Dieses farblose, stechend riechende Gas wird von vielen Bauprodukten und Alltagsgegenständen ausgedünstet: Möbeln, Wandfarben, Klebemitteln, Spannplatten, Putz, Papierprodukten und Holzwerkstoffen, erfahren wir auf bag.admin.ch (Formaldehyd in der Innenraumluft, Bern, Mai 2010).

Wenn Zimmerpflanzen uns vor Schadstoffen schützen, sollten wir sie dann nicht auch vor Schädlingen bewahren?

 

Natürlicher Pflanzenschutz: Phytoseiulus persimilis

Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine gute Lösung, dem Schädlingsbefall den Kampf anzusagen. Der natürliche Fressfeind der Spinnmilbe ist 0,3 – 0,5 mm groß. Sein Körper hat die Form einer orange-roten Birne, an der lange Beine haften. Mit diesen kann er den Schädling leicht einholen, ihn packen und aussaugen.

Der Nützling läuft nicht nur schneller als seine Beute, er pflanzt sich auch schneller fort, doppelt so schnell. Innerhalb von nur 7 Tagen reift das Ei zum erwachsenen Tier heran, wenn es optimale 24°C sind.

Keine Entwicklungsform ist sicher vor dem Nützling: Ei, Larve oder ein erwachsenes Tier vertilgt er gleichermaßen. 7 Spinnmilben oder 20 Eier kann die Raubmilbe an einem Tag futtern, erfahren wir auf re-natur.de.

Die Nützlinge können über das gesamte Jahr hinweg in Innenräumen zur Hilfe gerufen werden. Solange es zwischen 20-27°C ist und eine Luftfeuchtigkeit von 65% herrscht, sind sie aktiv und gefräßig.

Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit können die Pflanzen in Innenräumen mehrmals täglich mit Wasser besprüht werden. Hier helfen sich Zimmerpflanzen und Nützlinge also gegenseitig: eine perfekte Symbiose zu unserem Wohl.

 

Fazit

Pflanzen helfen uns und wir helfen ihnen, den Schädlingsbefall durchzustehen.

Mit den Phytoseiulus persimilis Raubmilben hat man ein natürliches Mittel dagegen.


Hier gibt es Phytoseiulus Raubmilben von Feld und Stall

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