Nächste Pandemie durch Vogelgrippe?

(Bild: Shutterstock)

Sind wir Menschen in Gefahr?

In diesem Blog schauen wir uns an, wie sehr die Vogelgrippe fortschreitet.

Welche Tiere stecken sich durch die aviäre Influenza an? Befällt sie uns Menschen?

Und stecken wir uns dann gegenseitig an?

 

Eine weltweite Vogelseuche

Die Vogelgrippe hat sich in den letzten Jahren weltweit ausgebreitet. Vor allem Zugvögel haben das Virus über den gesamten Erdball geschleppt, sogar bis an die Antarktis. Nur Australien und Neuseeland blieben bisher verschont, erfahren wir auf br.de.

Es gibt hochpathogene und niedrigpathogene Viren. Die Typen, die uns gerade Sorgen bereiten, Typ H5N1 und Typ H5N7, gehören zu den hochpathogenen. Ihr Krankheitsverlauf ist heftig und die meisten Vögel sterben daran, erfahren wir auf rki.de (Robert Koch Institut).

Solche Viren, die des Typs H5N1, wurden in den USA im April dieses Jahres in der Supermarktmilch gefunden. Mehrere Rinderherden hatten sich im Land bereits angesteckt.

 

Die Viren nähern sich uns über andere Säugetiere

Die Vogelgrippe ist eine zoonotische Influenza. Das heißt, sie wird auch auf andere Spezien übertragen.

Gerade Fleischfresser sind betroffen: Füchse, Katzen, Bären und Robben. Sie fressen tote Vögel und nehmen somit große Mengen des Virus in sich auf. Sie sterben meistens an einer Infektion am Gehirn.

Doch auch andere Säugetiere trifft es, die uns näher stehen: Nerze 2022 in Spanien, Katzen 2023 in Polen und selbst in Finnland sind ganze Pelzfarmen von dem Vogelgrippe-Virus befallen. 

In diesem Jahr trifft es auch unsere Milchkühe. Deren Krankheitsverlauf ist allerdings harmloser: Nach ein paar Wochen sind sie wieder genesen. Trotzdem ist es gefährlich, nämlich für uns. Denn wir können uns durch eine infizierte Kuh am Virus anstecken, erfahren wir auf wdr.de. Geschehen ist das schon: In den USA erkrankten 3 Menschen am Virus durch den Kontakt mit Rindern.

Man fand heraus, dass sich das Virus verändert und sich Säugetieren immer weiter anpasst.

 

Endstation: Mensch

Seit 2003 haben sich weltweit 874 Menschen mit der Vogelgrippe des Typs H1N5 angesteckt, 458 davon starben an den Symptomen, erfahren wir auf statista.com. Solche Fälle geschahen bisher überwiegend in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. In Deutschland gab es bisher noch keinen Ansteckungsfall.

Noch ist das Virus nicht sehr infektiös. Das heißt, der Kontakt zu infizierten Vögeln muss sehr eng sein, damit wir uns anstecken. Wenn wir Fäkalien berühren und das Fleisch essen.

Bei uns ist der Krankheitsverlauf heftiger als bei der Kuh. Wir bekommen Fieber und Husten, leiden an Durchfall und erbrechen uns. Wir japsen nach Luft vor Kurzatmigkeit. Unsere Lunge kann sich entzünden oder letztlich ganz versagen, erfahren wir auf br.de.

 

Gefahr einer nächsten Pandemie?

Die Gefahr besteht, dass sich aus der Vogelgrippe eine Pandemie entwickelt. Drosten hält es für möglich. Andere Experten fürchten, eine solche Pandemie könnte schlimmer werden als Corona, erfahren wir auf wdr.de.

Diese Gefahren bestehen. Etwas Entscheidendes dafür fehlt jedoch noch: Denn noch überträgt sich die Vogelgrippe nicht von Mensch zu Mensch. Das ist noch nicht möglich, erfahren wir auf rki.de, (Stand 3.05.2024).

Da das Virus einerseits noch nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und man andererseits sehr engen Kontakt zu infizierten Tieren haben muss, wird das Risiko für uns Menschen als gering eingeschätzt. Abgesehen davon gibt es für das Vogelgrippe-Virus des Typs H5N1 bereits Impfungen.

Da man nicht weiß, wie sich das Virus noch entwickeln wird, verfolgt man dessen Veränderung aufmerksam. Das Friedrich-Löffler-Institut untersucht stichprobenartig Kühe und Milch in ganz Deutschland.

Wenn sich etwas verändert, findet man auf deren Seite eine aktuelle Risikoeinschätzung: fli.de.

 

Fazit

Noch gibt es Entwarnung, zumindest für eine weltweite Pandemie. Das Problem ist, dass die Viren sich verändern können.

Sie können sich anpassen und schlimmer werden. Mit jedem neuen Säugetierwirt, kann sich das Virus mehr an den Menschen gewöhnen.

Zunächst bleibt uns nur, abzuwarten und zu beobachten.

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