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(Bild: Sebastian Nagel)

Grünbelagsentferner und Wildblumen-Saatgut

In diesem Blog geht es um das Thema Grünbelag und Wildblumen-Saatgut für Wildbienen und Hummeln. Ersteren wollen wir in die Flucht schlagen und letztere wollen wir anlocken.

Grünbelag kommt alle Jahre wieder. Aus welchen Organismen besteht dieser grüne, glitschige Teppich, der Fassaden hochklettert und sich über Terrassen stülpt?

Althergebrachte Hausmittel und bekannte Maßnahmen verschlimmern die Ausbreitung oftmals. Wir zeigen, was nachhaltig hilft und die Oberflächen nicht zerstört.

Danach gucken wir uns Hummeln und Bienen an. Was können sie? Was macht sie besonders? Und vor allem, warum brauchen wir sie so dringend?

Außerdem schauen wir uns einen Teil der Erde an, wo es bereits keine Bienen und Hummeln mehr gibt.

Auf die Wiese, fertig und los!

 

Go Green, Algen, Moose, Pilze und Flechten

Laut den Stuttgarter-Nachrichten ist das Klima in Deutschland so feucht, dass sich Grünbelag selten ganz verhindern lässt. Gemeint ist der viele Niederschlag, die hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel und Tau. Das beschert uns einen reichen Pflanzenwachstum, doch leider wuchern so auch unliebsame Organismen wie Moose, Flechten, Algen und Pilze.

Gerade im Herbst und Winter ist es hinreichend nass, um Grünbelag ordentlich Feuchtigkeit zur Ausbreitung zu bieten. In dieser Zeit kriecht er über Holz, Textilien und Steine. Kurz, alles was den Garten ausmacht und für Rückzugsorte sorgt, ist gefährdet. Die erwähnten Gegenstände haben allesamt eine poröse Oberfläche, wo sich Feuchtigkeit gut festsetzen kann.

An schattigen Stellen, wo wenig Sonne hinkommt und Wasser sich gut halten kann, breitet sich Grünbelag aus. Dieser grüne, teils schwarze Belag ist erstmal nur ein Problem fürs Auge. Trüber Anblick. Doch wenn es noch dazu schwammig und glitschig wird, wird es gefährlich. Fott damit!

Auf Baunetz erfahren wir, dass Grünbelag an den Fassaden oft durch Tau oder schattige Hausseiten ohne Regenschutz verursacht wird. An den meisten Fassaden perlt der Morgentau ab, da sie wasserabweisend sind. Das klingt erstmal gut. Doch wenn die Feuchtigkeit nicht aufgenommen werden kann, verbindet sie sich zu Tropfen, die sehr langsam verdunsten und einen optimalen Untergrund für Grünbelag bilden. Die meisten Fassaden haben Löcher und Risse, dort geht die Feuchtigkeit hin und auch der Grünbelag verkriecht sich in solchen schwer zugänglichen Höhlen.

Woraus ist dieser grüne Teppich geknüpft? Was sind Algen, Moose, Pilze und Flechten? Und warum sollte uns das interessieren? Nun, Grundkenntnisse der Beute sind bei einer Jagd unabdingbar. Jeder dieser Teppichflicken gehört zu anderen Arten, die wir kennen müssen, um sie zu besiegen.

Eine Flechte besteht aus Pilzen und Algen oder Cyanobakterien, die Photosynthese betreiben. Es ist eine Symbiose zweier Lebewesen, die alleine nicht lebensfähig wären. Der Pilz schnappt sich Nährstoffe aus dem Boden und die Algen oder das Cyanobakterium aus der Luft. Sie sammeln beide Nährstoffe und können so an den unwirtlichsten Orten überleben. Das macht sie zu zähen und anspruchslosen Widersachern in unserem Garten. Wenn man sie nicht entfernt, können sie hundert oder sogar tausend Jahre als werden.

Moose gehören zu den Pflanzen. Sie sind auf feuchte Orte angewiesen. Denn sie haben keinen Wasserhaushalt wie eine Pflanze, die Wasser durch ihre Wurzeln zieht, erfahren wir auf Planet-Wissen. Sie hat zwar Wurzeln, die Rhizoide, doch damit hält sie sich lieber ordentlich fest. Und das macht es auch so schwer, Moos zu entfernen.

Wasser nehmen sie über ihre Blätter auf. Doch sie können es nicht im Körper verteilen, da ihnen dafür die Adern fehlen. Daher leben und gedeihen auch nur die Teile, die direkt in Berührung mit Wasser kommen. Moos gehört zu den ältesten Pflanzen der Erde. Man fand Fossilien, die 440 Millionen Jahre alt sind.

In Trockenphasen fahren Moose ihren Stoffwechsel einfach herunter. Nur so konnten sie sich überall auf der Welt ausbreiten, an den kargsten Orten und selbst in deinem Garten und auf deiner Terrasse. Austrocknen bringt daher nichts, wenn sie einmal da sind. Sobald sie wieder nass werden, nehmen sie ihr vorheriges Wachstum wieder auf.

Manche Moose, zum Beispiel das Brunnenlebermoos, gibt es sowohl in den Tropen als auch in der Arktis. Es braucht keine besonderen Bodenverhältnisse. Gegen die Bildung dieser Hungerkünstler ist noch kein Kraut gewachsen. Sie kommen. Aber wie bringt man sie zum Gehen?

Auch Algen können überall wachsen. Sie sind wahre Weltenbummler. Es gibt sie im salzigen Ozean, im Süßwasser und überall da, wo es feucht ist. Sie brauchen nur Luft, Wasser und Kohlenstoff. Bedeutend wenig und alles finden sie in Deutschland wunderbar vor.

Algen waren die ersten Pflanzen auf der Erde, die Photosynthese betrieben haben und somit unseren Planeten für uns Menschen erst lebenswert gemacht haben. DBG-Phykologie sagt, dass die Algen heute immer noch die Hälfte des weltweit aufgenommenen Kohlendioxids in sich tragen.  Danke dafür, aber jetzt: Husch aus dem Garten, die Gäste kommen!

 

Go ungreen, fott mit dem Grünzeug!

Hausrezepte funktionieren nicht immer. Bei Essig, Natron, Seife oder Brennesseljauche handelt es sich auch um Vernichter, die teils aggressive Wirkungen haben. Wenn man die Mittel dann verdünnt und abspült, können sie auch dem Rest des Gartens schaden oder den Boden übersäuern, erfahren wir auf Steinrein.

Essigsäure greift außerdem Holz und Steine an. Es macht selbst keinen Halt vor imprägnierten oder lackierten Möbeln. Die hochgelobten Hausmittel sind keine Universalmittel und müssen ebenso mit Vorsicht verwendet werden.

Auch der Hochdruckreiniger ist nicht die beste Lösung. Auf Bioni livin erfahren wir, dass Hochdruckreiniger das Problem oft verschlimmern. Denn durch ihre Kraft und ihren Druck zerstören sie die Oberflächenstrukturen mancher Materialien. Holz, Stein, Pflastersteine und Terrassenplatten zum Beispiel. So entstehen Risse, die nun bessere Untergründe für Grünbelag bilden.

Schrubber, Drahtbürsten funktionieren gut, erfordern aber einiges an Muskelkraft. Und manchen festgegekrallten Hungerkünstler muss man schrubben, bis Qualm kommt.

Der Naturgrün Grünbelagsentferner aus unserem Feld-und-Stall-Shop bietet dagegen einige Vorteile. Er ist selbst wirksam nach einer gewissen Einwirkzeit. Dann lässt sich der Grünbelag ohne großen Zeit- und Kraftaufwand leicht entfernen. Alles ohne Hochdruckreiniger. Man kann ihn auch gezielt mit Pinseln auftragen, um umliegende Pflanzen nicht zu gefährden. Er trocknet schnell an, somit gibt es keine große Gefahr, dass er sich verteilt.

Damit haben die pflanzlichen Urgesteine endlich ihren Endgegner gefunden. Ist der Grünbelag vertrieben, kümmern wir uns darum etwas anzulocken, was unbedingt in unsere Gärten gehört.

 

Die Vorteile von regem Flugverkehr

Bienen gibt es seit 100 Millionen Jahren. Erfolgreich haben sie all diese Jahre überdauert. Langsam jedoch geht ihnen und anderen wichtigen Bestäubungsinsekten wie den Hummeln und den Schmetterlingen die Puste aus. Zu viel macht ihren zu schaffen. Monokulturen, Insektiziteinsätze, Krankheitserreger (Varroamilbe bei der Biene), Flächenversiegelung  und schwindende Wildblumenteppiche, erfahren wir auf Mein schöner Garten.

Dabei handelt es sich um top ausgebildete Bestäuber. Auch der Staat erkennt die Wichtigkeit der Hummeln und Bienen mittlerweile an. Denn es ist verboten, sie zu töten oder Völker auszurotten. Es wird sogar recht teuer.

Vor allem fehlen Orte, wo Bienen und Hummeln sich austoben und durch das pollenreiche Blütenangebot stöbern können. Die Städte verschwinden unter Beton und auch Gärten werden zugepflastert, um die Pflege zu erleichtern.

Aber was genau brauchen diese unverzichtbaren Tierchen, um zu bleiben? Wer sind sie eigentlich? Und warum sollten wir viel daran setzen, sie als Bestäuber nicht zu verlieren?

 

Die Hummel

Die Hummel gehört zur Familie der Bienen, auch wenn sie weit aus pummeliger ist. Sie wohnen in Erdbauten, Baumstämmen oder verlassenen Vogelnestern, erfahren wir auf Plantura. Sogar in Mäuselöchern suchen sie Unterschlupf. Hummeln brauchen hohe Gräser und ein kleines bisschen Unordnung. Totholzhaufen zum Beispiel, wo sie sich verstecken und ausruhen können. 16 der 36 in Deutschland lebenden Arten stehen auf der roten Liste.

Sie leben in Völkern, die sie nur für eine Saison im Sommer aufbauen. Sie bestehen aus 50 bis 100 Arbeiterinnen, die das Nest beschützen und Nahrung herbeischaffen. Wenn die Saison im Oktober zu Ende geht, sterben alle Arbeitshummeln. Auch die alte Königin stirbt, die das Volk aufgebaut hat. Nur die neuen Königinnen fliegen aus und suchen sich Winterquartiere, um im nächsten Jahr fleißig weiterzumachen. Ihre Winterquartiere bauen sie gerne in die lockere Erde oder tiefe Moosschichten.

Hummeln brauchen besonders die eiweißreichen Pollen, um ihre Larven durchzubringen. Den eigenen Energiebedarf decken sie mit Nektar. Allerdings brauchen sie auch Blumen mit kräftigen Blüten, die ihr enormes Gewicht halten können. Sonst fände die Hummel keine Ruhe, den Nektar zu sammeln.

Die Hummel ist ein ausgezeichneter Bestäuber, da sich viele Pollen in ihren dichten Haaren verfangen. Selbst den Ertrag einzelner Pflanzen kann sie erhöhen. Gerade in Gemüsegärten werden gerne Hummelvölker gehalten. Sie werden bereits ab 3°C aktiv (Honigbienen erst bei 12°C) und können selbst bei leichtem Nieselregen fliegen, um ihre Arbeit zu verrichten. Daher sind sie die wichtigsten Bestäuber für Frühblüher.

Hummeln haben lange Zungen und können so sehr gut tiefe Blüten bestäuben. Außerdem verfügt sie über die Technik des Vibrationssammelns. Dabei hängt sie sich an eine Blüte und bringt diese mit Flügelschlägen zum Vibrieren. Dadurch lösen sich viele Pollen, erfahren wir auf NABU.

Jetzt haben wir schon ein gewaltiges Wissen über diesen dicken Brummer, also wenden wir uns seiner kleineren Verwandten zu, der Biene.

 

Die Biene

Bienen sind nach dem Rind und dem Schwein die drittwichtigsten Nutztiere in Deutschland, sagt Badenova. Sie sorgen für Artenreichtum und ertragreichere Ernten. Sie leisten 80% aller Bestäubungsarbeiten.  Die restlichen 20% übernehmen Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten.

Mit vielen Zierpflanzen, die den Garten schmücken, kann die Biene gar nichts anfangen. Darin findet sie keinen Nektar. Es gibt aber Wildpflanzen und sogar Nutzpflanzen, die ihr wunderbar als Nahrung dienen können.

Vor allem Spargel, Zucchini, Kürbis, Salbei und Lavendel mag die Biene. Hier findet sie viele Nährstoffe und erhöht nebenbei noch den Ertrag der Pflanzen.

Löwenzahn und Kleearten werden gerne von ihr angeflogen, denn sie sind voller Vitamine, Mineralien und Eiweiße. Doch diese Wildblumen muss man erstmal anpflanzen. Feld und Stall bietet dafür eine Saatmischung Nützlingsheimat Saatgut. Sie lässt ein wahres Buffet für unsere nützlichen Helfer entstehen.

Denn lieber haben wir diese friedlich surrenden, pelzigen Überflieger im Garten als erwachsene Menschen mit einem Pinsel und einem Wattestab.

 

Bestäuber ohne Flügel

Sichuan, eine Provinz in China, war bekannt für endlos lange weiß blühende Birnenplantagen, erfahren wir auf Nearbees. In den 1960ern begann der Diktator Mao Zedong jedoch wahllos Tiere zu töten, die er dafür verantwortlich machte, den Ernteertrag zu schmälern.

Auf seiner Abschussliste standen Stechmücken, Fliegen, Ratten und vor allem Spatzen. Gerade die Spatzen setzten eine unverhältnismäßige Wut und einen Verfolgungsdrang in ihm aus. Den Spatzen wurde vorgeworfen, sich zu sehr an den Samen auf den Feldern zu bedienen und so den Ernteertrag zu verringern. 2 Milliarden Spatzen fielen diesem Irrsinn zum Opfer.

Was scheinbar niemand wusste, war, dass Spatzen etliche Getreideschädlinge fraßen. Sie taten also einen ungeheuer wichtigen Dienst und entlohnten sich selbst lediglich mit ein paar Samen dafür. Die Schädlinge vermehrten sich jetzt explosionsartig und fielen über die Äcker her. Dieses Problem versuchten die Chinesen mit Unmengen von Insektiziden zu lösen. Folglich starben die Bienen.

Jetzt muss die Bestäubungsarbeit in mühsamer Handarbeit von Menschen übernommen werden. Zweimal am Tag muss jede einzelne Blüte bestäubt werden mit einem Pinsel und einem Wattestäbchen. Die Arbeit ist höchst eintönig. Ein Arbeiter schafft nur 30 Bäume am Tag. Ein Bienenvolk schafft mehr und leistet dabei bessere Arbeit.

Doch um diese effizienten kostenlosen Arbeiter hat man sich in Sichuan selbst gebracht.



Fazit

Einen schönen und gepflegten Garten zu haben und gleichzeitig sorgsam mit der Natur umzugehen, ist nicht immer einfach. Dafür ist es in jedem Falle wichtig, die Natur besser kennenzulernen. 

“Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von tausend Schlachten nicht zu fürchten”, heißt ein altes Sprichwort von Sunzi,  einem schlauen Chinesen, den in Sichuan offenbar niemand kannte.

Man muss Verständnis von den Dingen haben, nur so kann man auch gezielt gegen etwas vorgehen. Auch wenn der Feind glitschig, amorph und ärgerlich ist.

Im Fall der Hummeln und Bienen können wir jedoch einen nützlichen Freund vergraulen, nur weil wir nicht genug über ihn wissen. Sie sollen nicht verschwinden. Sie sollen uns nicht mit einer Arbeit alleine lassen, die dann fleißige Menschenbienen mühsam verrichten müssen.


Um eine Situation wie in Sichuan zu verhindern, bieten wir von Feld und Stall ein Bundle an, wo man zu einem attraktiven Preis Nützlingsheimat Saatgut und ein Insektenhotel bekommt.

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