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Möglichst stressfrei scheren

(Bild: Shutterstock)

Ein stressfreier Schnitt zur passenden Zeit

In diesem Blog werfen wir einen Blick unter das Fell von Pferden, Schafen und Alpakas. Die Fellschur steht an.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das jeweilige Tier? Warum ist es wichtig, das Fell zu scheren? Wie kann man den Tieren so wenig Stress wie möglich verschaffen?

Nebenbei erfahren wir etwas über den wärmsten Pulli der Welt, Häuser im Schafspelz und musikalische Haare.

 

Da juckt wohl das Fell

Irgendwann wird das Fell zur Last, dann muss die Matte runter. In dem dichten Fell von Alpakas und Schafen kann sich während der Sommerhitze viel unangenehme Wärme stauen. Schweiß trieft dann durchs Fell. Außerdem entsteht ein flauschiger, wind- und wettergeschützter Nistplatz für Bakterien, Läuse und anderes Getier. Weil es dann überall juckt und Hautprobleme entstehen können, müssen sich die Tiere die Blöße geben.

Bei den Tieren reicht es, wenn einmal im Jahr der ganze Fellanzug abgeschoren wird. Denn zum Winteranfang soll alles wieder nachgewachsen sein und sie damit gegen die kalten Temperaturen warm ummanteln.

In den gemäßigten Breiten sehen wir uns zweier Wetterphänomene gegenüber, die den Friseurtermin noch etwas hinauszögern sollten:

Vom 11. bis zum 15. Mai wird der beginnende Frühling nochmal von Frost und Kälte unterbrochen, die mit der arktischen Polarluft herüberweht, erfahren wir auf dwd.de. Dieses frostige Phänomen bezeichnen wir als die Eisheiligen.  Und sie sind nicht die einzigen, die den Frühling zu einer sehr wechselhaften Zeit machen.

Vom 10. bis zum 12. Juni lauert ein weiterer Frostangriff, der die Tiere trotz warmer Tagestemperaturen zwingt, die Fellwesten anzubehalten. Wieder ist es die Polarluft, die nach Mitteleuropa strömt, erfahren wir auf dwd.de. Diese Zeit bezeichnen wir als Schafskälte.

Wenn diese Tage überstanden sind, können die Schermaschinen endlich brummen. Spätestens wenn die Hundstage kommen (die heißesten Tage des Jahres etwa vom 4. bis zum 20. Juli), sollten die Tiere um einige Kilos leichter sein.

 

Alpakawolle: der wärmste Pulli der Welt

Das dichte, hervorragend isolierende Fell der Alpakas schützt sie gegen Stürme und Regengüsse. Da kommt nichts durch. Das wissen die Parasiten, die sich in dieser Zeit dort räkeln. Auch der Schmutz, der den Tieren im Sommer an der Haut pappt und der Schweiß, der in dem undurchdringlichen Fell keinen Ausweg findet und vor sich hin dampft, scheinen eine Ahnung davon zu haben.

Das kann sehr unangenehm werden. Denn die Wolle der Alpakas ist 5 mal wärmer als Schafwolle und gehört mit zu den wärmsten Wollarten der Welt, erfahren wir auf wohnen.de

Wenn die 2-4 Kilo dann runter sind, geht es dem Tier schon besser, erfahren wir auf alpakahof-ruppiner-land.de. Wir können uns darüber freuen. Denn im Winter gibt es wohl keinen wärmeren Pulli.

 

Ein feuerfestes Haus im Schafspelz

Das Fell der Schafe sieht zwar gemütlich aus; beinahe, als trügen sie eine Wolke, doch es ist schwer. Vor allem, wenn es nass wird. Durchschnittlich 3,5 kg Wolle oder Vlies gehen bei jeder Schur runter. Manche Züchtungen tragen noch mehr Wolle, erfahren wir auf planet-wissen.de.

Wenn es aber erstmal abgeschoren ist, hat es ganz besondere Qualitäten. Verarbeitet zum Pullover saugt sie Feuchtigkeit auf, wie jede gute Regenwolke. Die Kleidung wird zwar schwer, darunter bleibt es aber trocken.

Inzwischen werden Häuser sogar mit Schafwolle isoliert. Ein Haus im Schafspelz sozusagen. Sie hält Hitze, Kälte und sogar Lautstärke draußen, erfahren wir auf bausep.de.

Und, als wären das noch nicht genug Eigenschaften, ist die Naturwolle auch noch feuerfest. Oder wie man im Fachbereich sagt: Sie ist “verlöschend im Brennverhalten”, erfahren wir auf moltondiscount.de. Bei Berührung mit Feuer hält die Wolle stand, sie verkohlt und schmilzt nicht. Im Gegensatz dazu muss Baumwolle immer erst ein Flammenschutz beigefügt werden.

 

Das Rosshaar: Von Schlafkissen und Nachtmusik

Pferde wechseln ihr Fell selbstständig zum Winter hin und dann nochmal im Frühling. Sie werfen das alte ab und das passende Kostüm zur neuen Jahreszeit wächst nach. Sie sind damit sogar immer etwas vor dem Jahreszeitentrend: Das Winterfell fällt schon im Januar aus und das Sommerfell bereits im Juli, erfahren wir auf pferde.de.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Schur des Fells sinnvoll ist. Bei älteren Pferden und solchen mit Stoffwechselerkrankungen läuft der Fellwechsel nicht mehr ganz rund. Da kann eine Schur nachhelfen.

Auch wenn Pferde viel leisten und dadurch viel schwitzen, ist es besser, das Fell zu scheren, erfahren wir auf cavallo. Denn das Fell hält den Schweiß fest, wodurch sie nicht trocknen und sich von Anstrengungen nur langsam erholen. So als würden wir im Alpakapulli Hochleistungssport betreiben.

Diese Fähigkeit, den Schweiß zu binden, nutzt man, wenn man Kopfkissen mit Rosshaaren füllt. Als Rosshaar werden alle Haare des Pferdes bezeichnet: die Mähnenhaare, Schweifhaare und die kurzen Körperhaare, erfahren wir auf revor-boxspringbetten.de.

Die Mähnen- und Schweifhaare geben authentische Perücken ab. Dass sich damit auch Musik erzeugen lässt, ist eine weitere besondere Eigenschaft.

Für Geigenbögen benutzt man das Schweifhaar von Hengsten. Es ist dick, stabil, schuppig und rau. 170 Haare werden dafür in einen Geigenbogen eingespannt und mit Baumharz überzogen, erfahren wir auf klassikradio.de.

Durch die rissige und unebene Struktur der Haare werden die Geigensaiten bewegt und winzige Töne erzeugt, die für uns wie ein langgezogener Ton klingt.

 

Mit der heilen Haut davonkommen

Die Schur kann bei den Tieren Stress auslösen. Sie werden festgehalten, der Rasierer dröhnt, vibriert auf der Haut. Das kann den Tieren Kopf und Kragen kosten.

Bei Alpakas ist es allein schon das Festschnallen, das ihren Herzschlag und den Puls in die Höhe treibt und das Stresshormon Cortisol ausschüttet.

Man konnte nachweisen, dass Alpakas, die stehend geschoren werden, wesentlich weniger Stress empfinden, erfahren wir auf idw-online.de.

Auch bei Schafen steigt das Stresslevel. Schafe sind Fluchttiere, die ihre Herde brauchen. Während der Schur befinden sie sich meist in einer ausweglosen Situation fernab ihrer Artgenossen. Deshalb wehren sie sich, zappeln und treten um sich, erfahren wir auf peta.de.

Wenn das Schaf die Herde im Blick behalten kann, während es geschoren wird, wird es ruhiger.

Wenn Pferde die Schur noch nicht gut kennen, versetzt sie das Dröhnen der Schermaschine in Stress. Sie sollten langsam an das Geräusch gewöhnt werden, indem sie die Schur bei anderen Pferden beobachten und erkennen, dass nichts Schlimmes geschieht.

Man kann Pferden auch den Stress nehmen, indem man eine beruhigende Hand auf sie legt, ehe die Schermaschine ansetzt, erfahren wir auf sportsfreund-studios.com.

Allgemein ist es wichtig, die Schur gut vorbereitet zu haben. Der Akku ist voll und die Klingen sind scharf. Unscharfe Klingen rupfen an den Haaren, anstatt sie sauber abzutrennen. Das tut den Tieren weh und kann sie verletzen, erfahren wir auf markt.de.

Dafür müssen die Klingen auch sauber sein. Fett und Wolle, die an den Messern kleben, müssen entfernt werden.

Falls dem Tier doch ein Schnitt zugefügt wird, sollte man die Wunde schnell desinfizieren und verarzten können.

Das Fell der Tiere darf nicht nass sein, sonst kann von der elektrischen Schermaschine ein Schock ausgehen, der dem Scherer und dem Tier die Haare und das Fell zu Berge stehen lässt.

 

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Fazit

Mit ihrer Wolle, dem Fell oder den Haaren geben die Tiere uns ein wertvolles Naturprodukt. Wir sollten es uns so behutsam und geduldig beschaffen, wie es auch wächst.

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